#20 Asteroiden: Zwischen Schatztruhe und Gefahr

Shownotes

Es gibt unglaublich viele von ihnen und sie sind ein echter Glücksfall für die Forschung: Asteroiden können uns einiges über das Universum verraten. In dieser Episode erfahrt ihr, wie sie entstehen, was mit ihnen passiert, wenn sie durch die Erdatmosphäre rasen - und welche Folgen ein Asteroideneinschlag für uns haben kann.

Als Experte ist Richard Moissl zu Gast. Er leitet das Planetary Defence Office der Europäischen Weltraumagentur ESA und er erklärt, wie man die Erde schützen könnte, falls einmal ein sehr großer Asteroid auf unseren Planeten Kurs nimmt.

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00:00:01: Jeder Asteroid ist immer noch eine Überraschung, jeder Asteroide zu dem wir hinfliegen.

00:00:08: Es ist immer nicht so wie die Konzepte sind da es immer dann noch was Neues und aus wissenschaftlicher Sicht sind diese ganzen Paar bei jeder Einzelne eine kleine Schatztruhe aus der sich unglaublich viel lernen

00:00:19: lässt.".

00:00:20: Das eben war Richard Meusel.

00:00:21: er ist der Leiter des Planetary Defense Office der europäischen Weltraumagentur ESA Und er und sein Team behalten Asteroiden im Blick Denn AsteroIDen sind Einerseits eine wunderbare Sache, die uns helfen kann mehr über unser Sonnensystem herauszufinden.

00:00:37: Andererseits können sie aber auch ab einer gewissen Größe sehr gefährlich für uns

00:00:41: sein.".

00:00:42: Die gute Nachricht?

00:00:43: Es gibt schon ein paar Ideen um die Erde und damit uns am Ende zu schützen!

00:00:47: Also mit Richard Meusel geht's jetzt in dieser Folge in den Weltraum – gleichzeitig sprechen wir dabei über sehr irdische Probleme.

00:00:55: Schön dass ihr dabei seid, ich bin Ines und Ihr seid schon mittendrin im Podcast.

00:01:03: Asteroiden sind überall in unserem Sonnensystem zu finden.

00:01:08: Wirklich überall, aber die sind nicht gleichmäßig verteilt?

00:01:12: Vielleicht habt ihr ja schon mal vom Asteroidengürtel gehört!

00:01:15: Für alle denen das jetzt nichts sagt – Das ist eine Region zwischen den Planeten Mars und Jupiter Und dort gibt es besonders viele Asteroide.

00:01:23: Aber auch bei uns in der Nähe also quasi vor der Haustür sage ich mal ein Anfangszeichen, da gibt es sehr viele Asteroiden.

00:01:30: Wie viele genau?

00:01:32: Das kann ich euch jetzt leider nicht sagen.

00:01:34: das kommt nämlich darauf an bis zu welcher Größe man das jetzt zählen möchte.

00:01:38: also zähle ich jetzt auch die kleineren Exemplare dazu oder nur die richtig großen Brocken?

00:01:43: Wo mache ich die Grenze?

00:01:45: Je nachdem wo ich die ziehe kommen wir auf ein paar Zehntausend oder schätzungsweise mehrere Millionen Asteroide die ganz in der Nähe der Erde sind Und was die alle gemeinsam haben, egal wie groß sie jetzt sind.

00:01:57: Die gehören zu den sogenannten Near-Earth-Objects.

00:02:00: Aber fangen wir an der Stelle mal damit an dass wir uns fragen Was genau sind eigentlich Asteroiden?

00:02:06: Das

00:02:06: ist Material im Sonnensystem das übrig geblieben ist aus der Zeit in der sich die Sonne und die Planeten gebildet haben und dass jetzt seine Bahn um die Sonnen herumzieht also dass an die Gravitation und die Schwerkraft der Sonne gebunden ist Und die gibt es in allen möglichen Größen, Farben, Formen, Zusammensetzungen und Materialeigenschaft im Sonnensystem.

00:02:30: Aber allen ist gemeinsam, dass sie auf Bahnen um die Sonne

00:02:33: sind.".

00:02:33: Das war die ganz kurze Erklärung!

00:02:36: Lasst uns das noch mal ein bisschen ausführlicher anschauen?

00:02:39: Richard Meusel hat den Anfang des Sonnennsystems erwähnt – wir sind also so Pimal Daumen vier Komma fünf Milliarden Jahre in der Vergangenheit.

00:02:47: Was hätten wir denn damals beobachten können, wenn wir dabei gewesen wären?

00:02:52: Als ich das so ein System gebildet hat war es eine große Wolke oder das brutoplanetare Scheibe.

00:02:58: Also schon so eine bisschen zusammenfallende Wolke die schon ein bisschen abgeplattet ist aus Gas und Staub.

00:03:05: Und das Allermeiste über acht neunzig Prozent von dieser Material hat sich dann verdichtet in unserer lieben Sonne.

00:03:15: Aus dem restlichen Material haben sich die Planeten das Allemeeste gesammelt, aber nicht alles Material hat es geschafft im Planeten zu enden und das übrig gebliebene Material hat dann über die Jahrmilliarden des Sondensystems sich weiter zusammengefunden.

00:03:36: Und das, was sich da zusammengefunden hat – das sind die Asteroiden.

00:03:41: Wie genau am Ende ein Asteroid aussieht?

00:03:43: Also Form-, Farbe-, Größe-Material… Das ist alles supervariabel!

00:03:49: Es gibt Asteroide, die viel Metall enthalten zum Beispiel Eisen.

00:03:53: Es gibt aber auch welche ohne Metall.

00:03:55: Manche sind eigentlich nur ein Gröllhaufen ganz viele kleine Brocken, die ganz eng beieinander sind und die sich dann so als gemeinsamer Haufen durch das All bewegen Und andere Asteroiden, das sind einfach große massive Steinbrocken.

00:04:10: Übrigens wenn es darum geht wie Asteroidene am Ende aussehen und wie groß oder klein die sind da gibt's gleich mehrere Phänomene die das beeinflussen zum Beispiel Kollisionen.

00:04:21: Asteroide sind ja richtig schnell im Weltraum unterwegs!

00:04:25: Wenn sie dann mal ineinander krachen kann es halt schon passieren dass Stücke rausgeschlagen werden oder so ein Asteroidserbricht dabei.

00:04:33: Wenn wir jetzt mal in eine andere Richtung denken, auch Gravitationen kann dafür sorgen dass ein Asteroid kleiner wird.

00:04:39: Klingt erstmal komisch!

00:04:41: Ich nehme noch das Stichwort Planet dazu – dann ergibt es alles mehr Sinn.

00:04:45: Denn so ein Planet hat ja ziemlich viel Masse und damit jede Menge Anziehungskraft.

00:04:50: Wenn nun also ein poröser Asteroids zu nah an einem Planeten vorbeikommt Dann zerrt die Gravitation des Planeten an dem Asteroiden und dabei kann es durchaus passieren, dass der Asteroid einfach zereist.

00:05:04: Zusammengefasst!

00:05:08: die das Wachstum begünstigen, die das Zerstören begünstigend unter dem Strich gewinnen im Schnitt.

00:05:13: Die Prozesse, die des Material wieder kleiner werden lassen und deswegen ist die Größenverteilung eben so dass je kleiner es sind desto viel mehr gibt's.

00:05:23: Das ist ein sogenanntes Power Law.

00:05:24: also mit dem Absinken der Größe mit dem Kleinerwerden sinkt die Anzahl dazu, die man beobachtet dann quasi exponentiell.

00:05:33: Tatsächlich ist das Universum voll von sehr kleinen Teilchen, dem sogenannten interplanetarem Staub oder auch interstellarer Staub.

00:05:42: Und diese Partikel sind wirklich mini also kleiner als Null Komma ein Millimeter im Durchmesser und es sind unheimlich viele.

00:05:50: Jeden Tag prasselt Tonnenweise Staub auf die Erdatmosphäre ein.

00:05:54: Die kleinen Partikelchen verglühen direkt.

00:05:57: wir kriegen davon in der Regel gar nichts mit.

00:05:59: höchstens dann wenn der Staub mal des Sonnenlicht reflektiert Ist ein Teilchen aus dem All, ein paar Millimeter bis einige Zentimeter groß.

00:06:08: Dann sehen wir eine Sternschnuppe.

00:06:10: auch die erreicht übrigens nie den Boden.

00:06:12: und ab wenigen Metern Durchmesser sprechen wir von Asteroiden Und je größer die sind desto wahrscheinlicher ist es dass sie es bis zum Erdboden schaffen.

00:06:22: und dann gibt's noch die Begriffe Meteor und Meteorit.

00:06:25: Die werfe ich jetzt auch nochmal in den Ring.

00:06:27: Es klingt ziemlich ähnlich hat auch miteinander zu tun Und ich gebe jetzt einfach mal weiter.

00:06:33: Herr Meusel, was ist denn der Unterschied zwischen Meteor und Meteorit?

00:06:37: Da treten wir einfach gesagt vom Weltraum in die Erdeatmosphäre ein mit diesen beiden Begriffen.

00:06:44: Der Meteor ist die wetterartige Erscheinung, die man am Himmel wahrnimmt – also diese Leuchterscheinungen das beobachtbare Phänomen.

00:06:53: Das ist der Meteor.

00:06:55: Ein Meteorit ist dann, was nach diesem Phänomen am Boden gefunden werden kann.

00:07:00: Also ein Festkörper der übrig geblieben ist da von dem Boden angekommen ist.

00:07:04: das nennt man dann Meteorit.

00:07:07: Was passiert denn eigentlich mit dem Weltraummaterial, wenn das runterkommt?

00:07:11: Also dass Rausch durch die Erdatmosphäre vielleicht bleibt was übrig.

00:07:15: Dann haben wir einen Meteoriten am Schluss.

00:07:18: aber was passiert mit dem Material auf seinem Weg?

00:07:21: Das kommt mit enormer Geschwindigkeit weit überhalb der Schallgeschwindigkeit an und dadurch wird die Luft vor den Gebilde komprimiert Sehr stark, das staut sich auf.

00:07:32: Da bildet sich Druck und durch die Kompressionen steht eine große Hitze.

00:07:36: Durch diese extreme Hitze wird die Oberfläche aufgeschmolzen und bildet so ne Kruste aus Und je tiefer das Objekt dann in die Erdatmosphäre eintritt desto mehr staut es sich dieser Druck dann auf Und das Objekt fühlt den Druck und den Gegendruck durch seinen eigenen Schwung.

00:07:54: Das geht dann meistens so weit, insbesondere bei kleineren Objekten, dass der Druck einfach zu groß wird dieser hydrodynamische Druck, sodass das Objekt schlichtweg zerreißt.

00:08:05: Und es passiert dann urplötzlich wie mit einem Hammerschlag.

00:08:08: Bei einem kleinen Meteor sieht man das aufflackern.

00:08:11: Bei dem größeren Meteor kann es einen richtigen Knall geben oder eine Serie von Knallen wenn das Aufbrechen in Stufen passiert.

00:08:18: Alles, übrigens was zehn Zentimeter oder größer ist das verglüht als sehr heller Feuerball in der Atmosphäre.

00:08:25: Der ist aus ganz großer Entfernung noch zu sehen.

00:08:28: aber auch wenn ein Objekt einige Meter groß ist im Durchmesser In der Regel ist es noch ziemlich harmlos ab einem durch Messer von etwa zehn Metern.

00:08:36: allerdings da ändert sich die Lage dann kann einen asteroiden einschlag gefährlich werden.

00:08:42: Was genau heißt jetzt gefährlich?

00:08:44: Was passiert denn wenn ein solcher Brocken runter kommt?

00:08:47: So kleinere Asteroiden können in der Atmosphäre komplett zerbersten und den Großteil ihrer Energie eben in so eine Art Schockwelle Airburst auf englischester Fachbegriff freisetzen.

00:08:59: Es wird davon ausgegangen, dass sowas Ninzehundertacht über die Region Tunguska in Russland passiert ist.

00:09:06: Da wurden zweitausend Quadratkilometer Wald quasi geplättet wo die Bäume umgefallen sind.

00:09:12: da gibt es einige tolle Bilder davon und spektakuläre Animationen Und das kann ein Ende sein, was dann passiert.

00:09:21: Wenn wesentliche Teilen der Masse aber die Reise durch die Atmosphäre überstehen und Kontakt mit dem Boden haben, dann bilden sich Krater.

00:09:29: also es gibt dann richtig bis zu sehr spektakuläre Einschläge.

00:09:33: da gibt's zum Beispiel den Barringer Crater oder Canyon Diablo so heißen die Meteoritenstücke von da in den USA an Arizona.

00:09:42: Da ist einen Tatsächlich in der ähnlichen Größenklasse, wie das Tunguska-Objekt.

00:09:47: Das vermutete so um die Fünfzig Meter Objekt in die Atmosphäre eingetreten und während man in Tunguszka von einem sehr porösen also so eine Art Schotterhalde, die da aus dem Weltraum runterkam ausgeht, geht man daraus dass es eben ein sehr eisenhaltiger, sehr kompakter Körper war, den diesen drücken Stand gehalten hat und er hat dann einen Eins Komma zwei Kilometer großen Krater da in die Landschaft geschlagen.

00:10:13: Tatsächlich sind wir in dem Bereich bei einer sehr interessanten Größe, weil man kann leicht sehen aus diesen zwei Beispielen ein Fünfzig Meter durchmessender Asteroid.

00:10:23: Das möchte man auf gar keinen Fall, dass der überbewohntem Gebiet runterkommt, weil die Folgen wären katastrophal.

00:10:36: Erstmals wurde ein Asteroids am ersten Januar eighteenhunderteins entdeckt.

00:10:40: Der hat den Namen Ceris bekommen und Ceris hält noch einen anderen Rekord erst der größte Asteroide im unserem Sonnensystem.

00:10:47: Er ist so groß, dass er sogar als Zwergplanet gilt.

00:10:51: An seinem Equator hat Cerys tatsächlich ein Durchmesser von rund neunhundertfünfundsechzig Kilometern.

00:10:58: Das ist so gross das es sogar mehr als die Luftlinie zwischen Rotterdam und Wien.

00:11:03: Aber bevor sich jetzt hier irgend wer Sorgen macht, Cerys ist zum Glück richtig weit weg Und der macht auch gar keine Anstalten sich der Erde zu nähern.

00:11:11: In unserer Nähe da gibt's jede Menge andere Asteroiden und an sich ist das erstmal kein Problem Warum?

00:11:17: Also die Erdnabenobjekte sind auf ihren eigenen Bahnen und die interessantesten davon, die Kreuzen.

00:11:23: Die Erdbahn schlicht und ergreifend.

00:11:26: Dass sie die Erddbahn kreuzen ist an sich noch nicht schlimm.

00:11:29: Manchmal sieht man das dann in den Nachrichten, dass dann heißt dieser Asteroid fliegt auf die Bahn der Erde zu.

00:11:36: Das machen sehr viele.

00:11:38: Die interessante Frage ist wo es die Erde zu dem Zeitpunkt ist wenn der Asteroids die Erдbahn kreuzt?

00:11:43: Und das kann sein, dass Millionen von Jahren die Erde einfach auf ihrer Bahn ist und der Asteroid auf seiner Bahn ist.

00:11:50: Die Bahnen kreuzen sicher bei den Körper treffen sich nicht zur gleichen Zeit im gleichen Ort aber dann irgendwann ist dieser Punkt erreicht wo statistisch gesehen dann doch beide am gleichen Ort sind und dann tritt der kleineren die Atmosphäre des größeren ein.

00:12:04: natürlich gibt es auch Prozesse im Sonnensystem, die die Bahnen beeinflussen.

00:12:09: Übrigens keine Bahn im Sonnsystem ist über beliebige Zeit lang deterministisch – wir haben hier ein Mehrkörpersystem und das ist auf beliebig großen Zeitschalen immer chaotisch.

00:12:20: Also irgendwann ist alles nicht mehr auf der Bahn, die wir heute

00:12:24: beobachten.".

00:12:25: Die Bahnen der Asteroiden beobachten!

00:12:27: Das gehört zu den täglichen Aufgaben des Planetary Defense Office der ESA.

00:12:31: was auch dazu gehört ist der Blick in die Zukunft.

00:12:35: Das Team berechnet, wo die Asteroiden zu welchem Zeitpunkt sein werden.

00:12:40: Und diese Berechnungen müssen ständig aktualisiert

00:12:43: werden.".

00:12:44: Der Grund?

00:12:45: Keine Messung ist jemals hundert Prozent perfekt", sagt Richard Mäusl.

00:12:49: Es gibt immer irgendwo Messfehler also das was ich vorausberechne und das was sich am Ende dann beobachte.

00:12:55: da kann es einen Unterschied geben.

00:12:57: Und es gibt viele Dinge im Weltall die die Bahn eines Asteroidens beeinflussen Zum Beispiel der Strahlungsdruck der Sonne.

00:13:06: Ja, das ist im Prinzip genau das, wonach es sich anhört!

00:13:09: Strahlungstruck entsteht dann wenn – sehr einfach gesagt – elektromagnetische Strahlung auf eine Fläche trifft.

00:13:15: Das können Radiowellen sein oder auch Röntgenstrahlen zum Beispiel… Oder in unserem Fall eben Sonnenlicht.

00:13:22: Das Licht trifft auf einen Asteroiden und interagiert mit der Oberfläche.

00:13:26: Und das Ergebnis?

00:13:27: Es ist Druck, der tatsächlich die Bahnen eines Asteroidens beeinflussen kann Und das macht die Zukunftsprognose.

00:13:34: Wo, wann welcher Himmelskörper sein wird?

00:13:36: Natürlich nicht unbedingt einfacher!

00:13:38: Also ab dem Anfang wenn man so eine Bahn voraus berechnet ist eine gewisse Unsicherheit da und über die Zeit wird jede Unsicherkeit dann aufadiert.

00:13:50: Je länger man es vorausperechnet desto unsicherer wird es und desto größer wird der Bereich im Sonnensystem wo er zu einem gewissen Zeitpunkt sein kann – das Objekt Und diese Bereiche, die wachsen mit der Zeit so stark an dass es natürlich dann irgendwann einen Punkt gibt wo man sagt er kann überall auf seiner Bahn sein zu der Zeitung und die Bahn kann sich auch sehr stark aufgeweitet haben.

00:14:11: Und irgendwann hat man dann für extrem viele Asteroiden eine Möglichkeit das die Erde in diesem Bereich ist zu einem Zeitpunkt wo's interessant ist und deswegen muss man einfach ein Kompromiss machen.

00:14:24: Für uns ist der Kompromess zusammen in Absprache mit anderen, die das international machen.

00:14:30: Wie zum Beispiel den Kollegen von der NASA hat man einfach hundert Jahre als Horizont festgelegt.

00:14:35: also wir berechnen die Bahnen immer auf Hundert Jahre im Voraus weil ab dann der Messfehler einfach zu dominant wird.

00:14:41: um und dann noch weiterzurechnen ist auch ein bisschen eine ressourceneffiziente Sache.

00:14:46: Wir könnten es länger berechnem aber es ist halt je weiter man vorausberechnet desto ungenauer wird

00:14:52: Dieses Aufradieren von Unsicherheiten, dieses.

00:14:54: hey es wird immer unsicherer je weiter man in die Zukunft blickt.

00:14:58: Das hat mich ganz schön stark an.

00:15:00: was anderes erinnert euch vielleicht auch ich musste ziemlich stark an die Wetterprognose denken.

00:15:05: Genau sehr ähnliche Problematik Man kann das Wetter hundert Jahre voraus berechnen.

00:15:10: wie gut die Qualität der vorher sagen ist bei einem chaotischen System wird dann irgendwann mit sehr großen Fahrzeichen versehen.

00:15:19: Und weil es nun einfach mal diese Unsicherheiten gibt, müssen die Forschen immer wieder prüfen.

00:15:24: Wo ist der Asteroid denn jetzt wirklich?

00:15:26: Dort wo er laut Berechnung sein sollte oder eben doch nicht!

00:15:31: Die Idee klingt simpel.

00:15:32: das Problem ist nur wir kennen Millionen Asteroiden und es gibt noch viel mehr.

00:15:37: vor allen Dingen bei den kleineren Objekten ist es richtig schwierig zu finden.

00:15:42: große Brocken das geht.

00:15:44: Die haben eine große Oberfläche, die Licht reflektiert.

00:15:47: Das können wir dann sehen.

00:15:48: Asteroiden haben nämlich nur – ich nenne es mal geliehnes Licht also die leucht nicht von sich aus und je kleiner aber der Asteroid ist desto kleiner ist seine Oberflächen.

00:15:59: ja ihr versteht schon.

00:16:01: Also wie viele Asteroiten es tatsächlich bei uns im Sonnensystem gibt weiß kein Mensch.

00:16:08: Aber selbst wenn Menschen wie Richard Meusel nur die bekannten Objekte beobachten würden Das ginge auch nicht.

00:16:14: Also das sind einfach zu viele, das ist komplett unrealistisch und es wäre auch gar nicht notwendig denn nicht jeder Asteroid im Sonnensystem ist für uns gefährlich.

00:16:23: Fachleute haben sich deshalb gefragt wie legen wir fest welche Asteroiden wir nachverfolgen wenn es um die Gefahrenfrage geht?

00:16:31: Die Lösung man nimmt ein Asteroide und berechnet erstmal die Standardbahn und dann fragt man sich Okay, wie verändert sich denn diese Bahn?

00:16:39: Wenn ich diesen und jenen Messfehler mal annehme.

00:16:43: Und auf die Weise weiß man dann der Asteroid könnte sich zukünftig in dieser oder jener Region aufhalten.

00:16:49: also es geht nicht mehr um eine fixe Bahn sondern es geht um ein ganzes Areal das möglich ist.

00:16:55: ihr könnt euch das ungefähr so vorstellen.

00:16:58: Ich sag jetzt zu euch okay tschau ich leg das Mikrofon beiseite ich gehe ins Rathaus.

00:17:04: Die Inos braucht ungefähr zehn Minuten von hier, dann ist sie im Rathaus.

00:17:08: Aber in welchem Stock werke ich sein werde?

00:17:11: In welchem Zimmer und an welcher Stelle im Zimmer?

00:17:14: Das wisst ihr noch nicht!

00:17:16: Und so ähnlich ist das auch mit den Asteroiden – also zurück zum Weltraum und zu den berechneten

00:17:21: Regionen.".

00:17:24: Da rechnen wir dann einen Einschlagsrisiko.

00:17:34: Das kann man sich grob vorstellen, man nimmt diese Größe der Region und die größte der Erde im Vergleich dazu und der Anteil der Erde ist dann oder wo er eingefangen werden kann auch von der Erde.

00:17:45: das ist dann die Einschlachtswahrscheinlichkeit Also null ohne irgendwas dahinter ist, sobald die von Null verschieden sind.

00:17:55: Führen wir sie auf einer sogenannten Risikoliste.

00:17:59: Die stellen wir auch komplett öffentlich zur Verfügung.

00:18:01: also wir würden niemals eine Einstrahlswahrscheinlichkeit verheimlichen.

00:18:05: Die stehen alle öffentlich im Internet und sind sogar sortiert nach einem Gefährlichkeitsmaso.

00:18:11: Sie rechnen dann aus nicht nur wie groß es die Wahrscheinlichkeit sondern auch wie großes ist der Asteroid?

00:18:16: Und wie viel Zeit vergeht bis zu dem interessanten Moment sozusagen und dadurch kommt dann so eine Rangliste zustande.

00:18:24: Und das ist ne Prioritätsliste in erster Nährung auch für unsere Arbeit, um eben die richtigen Asteroiden nachzufolgen und eben die Messfehler geringen zu halten.

00:18:35: Schon einige Male gab es die Einschlagswahrscheinlichkeit von hundert Prozent und wenn ihr euch jetzt wundert so hey davon habe ich ja gar nichts mitbekommen.

00:18:43: Dann heißt es eigentlich nur Hundert Prozent sind an sich noch kein Drama.

00:18:47: Der Fachmann formuliert das so.

00:19:13: Das ist so ungefähr die Schwelle, wo wirklich Energie am Boden ankommt.

00:19:18: Mal ganz physikalisch gesprochen.

00:19:20: Ein sehr gutes Beispiel dafür gab es im Jahr den Oblast Jeljabinsk auch wieder in Russland.

00:19:26: Da ist ein Objekt von ungefähr zwanzig Metern Durchmessern in die Erdatmosphäre eingetreten und fast vollständig zerbrochen ist also im Wesentlichen um diese Schockwelle.

00:19:36: Die hat dann wirklich nennenswerte Zerstörung angerichtet, hauptsächlich zerdepperte Glasscheiben.

00:19:43: Aber der Sachschaden ging in die Millionen und es waren über tausend Verletzte zu beklagen.

00:19:48: Zum Glück hat niemand das Leben verloren.

00:19:50: aber wirklich das war schon ein beeindruckender Erinnerung daran dass Asteroiden nicht immer harmlos sind.

00:19:57: Und dass ist eben aus einem Schwellenwert ab dem wir sagen Das sind die großen operational relevanten Asteroidien, die dann auch ein bisschen gesonders behandelt werden.

00:20:06: Eine besondere Behandlung gab es zum Beispiel für den Asteroiden.

00:20:13: Das habt ihr vielleicht mitbekommen, der hat gut sechzig Meter im Durchmesser und wurde Ende Dezember vierundzwanzig entdeckt.

00:20:19: Und in dem Moment wo klar war wie groß dieser Brocken wirklich ist da ging die Rechnerei hinter den Kulissen los.

00:20:26: immer und immer wieder hat man sich gefragt Wie groß ist denn jetzt das Risiko dass dieser Asteroid auf der Erde einschlägt?

00:20:33: Es gab immer wieder neue Berechnungen, uns zwischenzeitlich lag die Wahrscheinlichkeit bei drei Prozent.

00:20:38: Und das ist schon ganz ordentlich!

00:20:40: Das war ein neuer Rekordwert und auch zum ersten Mal dass es passiert ist seitdem man jetzt mehr Maßnahmen und internationale Kollaboration hat und da wurde zum erst mal wirklich die Vereinten Nationen gezielt informiert über diesen Körper.

00:20:55: Bevor wir jetzt aber weiter über dramatische Szenen sprechen, es gibt auch gute Nachrichten.

00:21:00: Für den Fall das ein großer Asteroid der Erde wirklich mal zu nahe kommt, gibt es schon Ideen wie man sie schützen könnte.

00:21:06: Einige von denen sind gut andere weniger gut und manche sind auch einfach Science Fiction meint Richard Meusel.

00:21:13: Und wir zwei, wir stellen euch jetzt einfach mal ein paar dieser Konzepte vor.

00:21:18: Das erste ist der sogenannte Kinetische

00:21:22: Impaktor.

00:21:25: klingt krass oder?

00:21:27: Ist es auch.

00:21:28: Der kinetische Impaktor ist so etwas wie ein Rambock im Weltall, das Ziel ist es die Flugbahn eines Asteroiden so zu ändern dass er die Erde nicht mehr trifft.

00:21:38: und um das zu testen hat die NASA die Sonde Dat vor ein paar Jahren gebaut Und dann...

00:21:42: Die ist zwanzig-einenzwanzig gestartet und zwanzi-zweihnzwanziger hatte zum erst mal wirklich einen echten Asteroid und zwar ein hundertsechzig Meter sogar durchmessendes Objekt den Asteroids Mond Dimorphus.

00:21:56: Den hat die geschubst, also ist wirklich da in den Rheingeflogen.

00:22:00: Da wurde natürlich kein verantwortungsloses Experiment gemacht, sondern dieser Dimorphos der ist in einer Umlaufbahn um einen größeren Asteroid namens Didimos und er wurde eben hauptsächlich auf der Bahn um den Größeren gezielt beeinflusst.

00:22:15: Seitdem braucht Dimorphus für seine Bahn um dem größeren Didimos herum etwa dreiunddreißig Minuten weniger als zuvor.

00:22:22: Das Experiment hat damals so gut geklappt, dass aber die Fachleute erstaunt waren.

00:22:27: Denn die Datsonde war nur etwa so groß wie ein Kühlschrank und hat so ungefähr fünfhundertsiebzig Kilogramm gewogen.

00:22:33: Ihr Ziel dagegen ist der Asteroid Dimorphos – das ist ein richtiger Berg mit einem Gewicht von ungefähr fünf Milliarden Kilogramms.

00:22:41: also.

00:22:41: bei dem Aufprall war unglaublich viel Energie im Spiel!

00:22:47: Die Datemissionen waren Sachen Asteroidenabwehr ein richter Meilenstein Denn dass man prinzipiell Asteroiden in ihrer Bahn beeinflussen kann, davon waren die Fachleute vorher schon ziemlich überzeugt.

00:22:59: Aber erst die erfolgreiche Mission hat eben die Theorie bestätigt.

00:23:03: Ein paar Detailfragen sind bei der ganzen Sache allerdings noch offen und deswegen gibt es die Sonderhera.

00:23:08: Die soll im November zwanzig sechsundzwanzig Dedimos & Dimorphos erreichen und einfach mal nachschauen was genau ist denn alles bei der Kollektion mit Darts damals passiert?

00:23:17: Jetzt mal abgesehen von dem Stoß an sich natürlich!

00:23:21: Solche Raumfahrtmissionen sind unglaublich komplizierte Angelegenheiten.

00:23:25: Und die Vorbereitungen dauern und dauern, Wie lange braucht man denn für so einen kinetischen Impacto eigentlich?

00:23:31: Also wie viele Jahre Forschungsarbeit stecken da drin.

00:23:35: Das ist eine ganz, ganz wichtige Frage also Forschungsarbeit.

00:23:38: die Konzepte und Pläne gab es schon seit quasi zwanzig Jahren.

00:23:42: dazu selbst vor zwanziger Jahren gab's schon in der ESA eine Studie namens Don Quirote.

00:23:48: Da wurde dieses ganze Konzept schon studiert und besprochen und daran gearbeitet.

00:23:53: Was aber wichtig ist, wie lange braucht man um so eine Mission zu designen?

00:23:58: Zu bauen loszuschicken und bis sie ankommt.

00:24:01: Das ist die primäre Frage für uns denn das bestimmt, wie schnell man auf den Asteroiden einwirken kann.

00:24:11: Das Thema Zeit spielt natürlich auch bei anderen Ideen einer Rolle um die Erde und damit am Ende uns zu schützen.

00:24:17: Dabei geht es nicht immer nur um die Zeit, die man zum Forschen erfinden, bauen hinfliegen braucht.

00:24:22: Es geht auch anders, es gibt nämlich die Idee einen Asteroiden über ein Langzeitraum von seiner Bahn wegzudrücken.

00:24:30: Freien nach dem Motto Stehter Tropfen höhlt den Stein.

00:24:33: und jetzt fragt ihr euch zurecht wie soll das bitte funktionieren?

00:24:37: Etwas genauer erklärt das gleich Richard Meusel und er wird dabei das Stichwort Ionen-Triebwerk verwenden.

00:24:44: Die Möglichkeit, die wir als technologisch am ausgereiftesten ansehen ist tatsächlich so genannte Ionen-Triebwerke zu benutzen.

00:24:53: Die senden sehr schnelle kleine Teilchen eben Ionen aus, die damit enorm hohe Geschwindigkeit ankommen.

00:25:00: Die haben einen sehr hohen spezifischen Impuls.

00:25:04: Das kann man einfach erklären.

00:25:05: wie man kriegt aus wenig Material viel Geschwindigkeitsänderung raus.

00:25:10: Und das ist ein Konzept, dass man zu einem Asteroiden hinfliegt und eben mit diesen Johnstrahltriebwerken den quasi anstrahlt.

00:25:18: Und dann statt einem kräftigen Schubs über längere Zeit kontrolliert und kontinuierlich einwirbt.

00:25:28: Also einen echten Asteroidem würde man das erstmal so kaum ansehen.

00:25:33: der rast ja mit zig Kilometern pro Sekunde durch das Sonnensystem Und die Geschwindigkeitsänderung ist dann in die gewünschte Richtung nur Millimeter oder ein paar Zentimeter pro Sekunde.

00:25:44: Aber die Idee ist eben, Jahre oder Jahrzehnte zu haben wo sich das dann aufsummieren kann zu hunderten oder tausenden hoffentlich von Kilometern, die der Ablenkung ist.

00:25:54: Klingt noch einer ganz guten Idee, oder?

00:25:56: Dieses stetige immer weiter weg dringend!

00:25:58: Der Nachteil klar braucht ganz schön lange.

00:26:02: Es gibt aber auch ein paar Pro Argumente für diese Methode.

00:26:05: Jetzt mal abgesehen von der Weltrettung, das ist schon ein ganz gutes Pro-Augument finde ich.

00:26:10: Also es gibt aber auch noch andere gute Aspekte.

00:26:13: Nämlich wenn die Gefahr besteht dass ein Asteroid durch einen kräftigen Schubs durch einen kräftigen Stoß ganz oder auch teilweise zerbrechen könnte denn dann

00:26:22: Dann kann man mehr Probleme bekommen als man vorher hatte.

00:26:25: Ich benutze da gar ein dieses Bild von der Hydra, man schlägt einen Kopf ab aber wenn es aufbricht hat dann zwei Probleme mit denen man sich beschäftigen muss und diese kontinuierlichen Ablenkungsmethoden die beugen dem vor.

00:26:39: Außerdem, wenn man einmal heftig schubst also sich für den kinetischen Impactor entscheidet ist er danach weg!

00:26:46: Der kracht in den Asteroiden rein und das war's dann mit dem Impactor Und wir wissen nicht, was genau beim Stoßen passiert ist.

00:26:52: Um das herauszufinden, müssten wir eine zweite Sonde hoch schicken die mit Messgeräten und Kameras für uns nachschaut.

00:26:59: Wenn wie allerdings die langsame Variante mit dem Ion-Triebwerk wählen Dann könnte man auch gleich noch Kameras usw.

00:27:06: direkt mitschicken und dann würden wir uns also einen Raketenstart und damit Geld, Ressourcen und Zeit sparen.

00:27:13: Schauen wir jetzt nochmal auf einen anderen Gedanken.

00:27:16: Als ich diese Folge vorbereitet habe und Freunden davon erzählt habe, da war die häufigste Rückfrage.

00:27:23: Warum so viel Aufwand?

00:27:24: Kann man den Asteroiden nicht einfach sprengen?

00:27:27: Das könnte doch mit Nuklearwaffen vielleicht klappen oder?

00:27:30: Ja, die Frage, die hab' ich mal an den Fachmann

00:27:32: weitergegeben.".

00:27:35: Eine Lösung, eine mögliche und die sogenannte letzte Option der Nuclear-Option im wahrsten des Wortes in dem Fall.

00:27:42: Allerdings gibt es da gewisse Hürden.

00:27:44: zum einen verbietet der Outer Space Treaty also der Weltraumvertrag verbietet den Einsatz solcher Devices, also solche Geräte im Weltraum.

00:27:53: Die werden in diesem Zusammenhang nicht Waffen genannt sondern Nuclear Explosive Devices also eben Geräten.

00:28:02: Zum Einen gibt's rechtliche Hürde die erst geklärt werden müssten, dass man sowas einsetzen könnte.

00:28:07: Bis dahin kann man sie natürlich nicht testen und deswegen würde ich sagen im Zweifelsfall nimmt man etwas was man vorher getestet hat wenn es denn irgendwie geht.

00:28:17: das heißt ist wirklich so eine wirklich allerletzte Möglichkeit.

00:28:21: Und dann muss man auch noch was anmerken Was es bedeuten würde?

00:28:26: Man hätte Satelliten Die auf Bahnen im Sonnensystem unterwegs sind die eben nukleare Sprengsätze mit sich führen, die längtbar und dosierbar sind.

00:28:36: Hat seine Vorteile für die Sicherheit der Menschheit.

00:28:38: aber ich glaube es ist auch evident dass man alle Konsequenzen mit berücksichtigen muss bevor man sich auf sowas einlässt.

00:28:46: Okay lasst uns mal ein kurzes Fazit ziehen.

00:28:49: also den nächsten hundert Jahre müssen wir uns voraussichtlich keine Sorgen machen das ein besonders gefährlicher Asteroid einschlägt Und damit sich künftige Generationen im Notfall schützen können, wird weltweit an Lösungen gearbeitet.

00:29:03: Es gibt mehrere Ideen dafür – zum Beispiel könnte man mit einem kräftigen Stoß die Bahnen eines Asteroiden verändern oder auch ihm langsam abdrängen.

00:29:10: Oder man könnte auch theoretisch die Oberfläche von einem Asteroid mit Baggern umgraben.

00:29:20: Das würde die Farbe der Oberflöche verändern!

00:29:22: Eine andere Farbe bedeutet, das Licht von der Sonne wird anders reflektiert beziehungsweise geschluckt.

00:29:28: Das hätte wiederum Einfluss auf den Strahlungsdruck und ihr merkt schon es geht also wieder um eine Kettenreaktion bei der am Ende die ursprüngliche Bahn des Asteroiden verändert wird.

00:29:38: Aus Sicht von Richard Meusel ist das allerdings im Moment noch Science Fiction.

00:29:43: Asteroid sind aber nicht nur eine potenzielle Bedrohung – sie sind vor allen Dingen ein Fenster in die Vergangenheit.

00:29:51: Jeder Asteroid ist immer noch eine Überraschung, jeder Asteroide zu dem wir hinfliegen.

00:29:56: Es ist immer nicht so wie die Konzepte sind.

00:29:59: Da ist immer dann noch was Neues, was um vorher gesehen ist und aus wissenschaftlicher Sicht sind diese ganzen Körper jede einzelne kleine Schatztruhe, aus der sich unglaublich viel lernen lässt.

00:30:09: Das ist ja, wie schon erwähnt es ist übrig gebliebenes Material aus der Anfangszeit des Sonnensystems.

00:30:15: Es klingt am Anfang ein bisschen wie okay das sind die Reste, die übriggeblieben sind beim Kuchenbacken.

00:30:20: aber Es ist eben nicht nur Küchenreste sozusagen, sondern es ist im besonderen Fall von Kometen aber auch als Theorien gewisserweise ein Teil der unbekannten Zutatenliste.

00:30:33: Wo man dann noch quasi sieht so hey das war am Anfang da drin!

00:30:37: Wenn ihr also mal einen Meteoriten findet?

00:30:39: Dann könnt ihr sehr viele Leute glücklich machen wenn ihr euren Fund der Forschung spendet.

00:30:44: Am besten einfach mal Fotos machen euch aufschreiben wie groß ist das Stück wo und wann habt ihr es gefunden?

00:30:49: Dann könnt ihr es in ein Stück saubere Alufolie packen und danach meldet ihr euch zum Beispiel bei der europäischen Weltraumagentur oder dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

00:31:00: Denn jedes Stück kann dazu beitragen, dass wir mehr über den Weltraum

00:31:04: erfahren.".

00:31:04: Also es ist jedes Mal wie ein Puzzleteil mehr das man zusammensetzt und das ist so eine richtige Freude wenn man sieht wie das immer mehr und mehr zusammenkommt und die Hoffnung, dass man eines Tages versteht.

00:31:16: So entsteht ein System, so entstehenden Planeten in Wirklichkeit.

00:31:20: Weil die Möglichkeiten unseren Planeten zu studieren sind auch begrenzt.

00:31:25: Wir können nicht beliebig tief reingucken in unserem Planeten.

00:31:27: Vieles von dem was wir eben haben sind Annahmen und Modelle.

00:31:31: Und die Asteroiden erlauben uns eben Einblicke, die wir daheim nicht haben.

00:31:37: Mehr Antworten?

00:31:38: In der nächsten Folge von fragwürdig.

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